Wie vermeiden wir Plastik im Alltag?

1. Das weltweite Plastikproblem

Das spannende Buch von Will McCallum wurde in Englisch verfasst und ist inzwischen in diverse Sprachen übersetzt worden. Ich habe es auf Französisch in Paris gekauft, wo ich 4 Jahre mit meiner Familie gelebt habe. Es gibt aber eine deutsche Ausgabe mit dem Titel: Wie wir Plastik vermeiden… und einfach die Welt verändern!

In der deutschen Ausgabe wird das Buch wie folgt beschrieben: „Plastik ist DIE ökologische Herausforderung des 21. Jahrhunderts. 12 Millionen Tonnen an Kunststoff gelangen jährlich in die Weltmeere und töten dort über eine Million Seevögel und Hunderttausende Meeressäugetiere. Wenn sich nichts ändert, wird sich im Jahr 2050 mehr Plastik als Fische in den Meeren befinden. Mit schlimmen Konsequenzen für das gesamte ökologische System – und auch für den Menschen.

Die gute Nachricht: Jeder Einzelne kann dazu beitragen, dass diese Katastrophe nicht eintritt. Will McCallum, Head of Oceans bei Greenpeace, steht an der Spitze des Kampfes gegen Plastik und zeigt uns in seinem Ratgeber anschaulich, was wir zuhause und in unserer Umgebung ganz einfach verändern können, um einen Teil dieser  weltweiten Bewegung zu werden.“

Will McCallum hat das Buch geschrieben, um uns aufzurütteln und im Kampf gegen Plastik zu mobilisieren. Er beschreibt in der Einleitung die Anfänge des Kampfes gegen die Plastikverschmutzung mit der 2016 lancierten Kampagne von Greenpeace gegen Mikroplastik. Mikroplastik sind kleinste Plastikteile, welche sich in vielen Kosmetikprodukten wie Peelings, Duschgels, Shampoos, Cremes, Zahnpasta, etc. befinden und durch Gebrauch in die Abwässer und Meere gelangen und dort große Schäden anrichten. Ich verlinke hierzu einen Artikel von Utopia zu diesem Thema: https://utopia.de/ratgeber/mikroplastik-kosmetik-produkte/. Mikroplastik entsteht aber auch beim Waschen von syntetischer Kleidung und beim Zerfall von Makroplastik in immer kleiner werdende Teile.

Laut einer Schätzung befinden sich bereits 150 Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren und jährlich kommen 12 Millionen Tonnen Kunststoffe dazu!

Wie kommt all dieses Plastik in die Weltmeere?

  1. Ein Drittel des Plastik entsteht durch das Waschen von syntetischer Wäsche.
  2. Ein Teil des Plastik, welches in die Natur gekippt wird, wird durch Winde weiter getragen und landet so in Gewässern und schlussendlich im Meer.
  3. Das nicht rezyklierte Plastik wird auf Müllhalden gekippt und gelangt so in die Gewässer. Viele reiche Länder (auch Deutschland, etc.) exportieren Plastik in arme Länder, wo es dann teilweise im Meer landet.

Jedes Jahr publiziert die NRO Oean Conservatory ihren Bericht zu den internationalen Strandreinigungen, welche sie mit tausenden von Freiwilligen durchführen: Zigarettenstummel, Plastikverpackungen, Plastiktrinkhalme, Plastikbesteck, Plastikflaschen und Deckel sowie Plastiktüten waren 2019 die 7 meist gefundenen Plastikteile im Meer. Fast 46’000 Plastikteile wurden an Stränden von 122 Ländern gesammelt. Siehe dazu den Bericht https://oceanconservancy.org/wp-content/uploads/2019/09/Final-2019-ICC-Report.pdf Plastik ist allgegenwärtig und zerstört unsere Umwelt. Jede Minute werden 1 Million Plastikflaschen produziert. Jährlich werden 330 Millionen Tonnen Plastik produziert, davon 14 Prozent gesammelt und nur 5 Prozent tatsächlich recycelt! Ein Teil des Plastik ist gar nicht recycelbar, vor allem Plastiktüten und Plastikverpackungen. Kein Land ist heute in der Lage, diese Plastikmengen fachgerecht zu recyceln und so werden tonnenweise Plastik einfach in die Natur und ins Meer gekippt, wo giftige Substanzen freigesetzt werden, welche Natur, Mensch und Tier vergiften. 90 Prozent der Meeresvögel haben Plastikteile in ihrem Verdauungssystem und viele sterben qualvoll daran. Das gilt auch für Fische und Meeressäugetiere.

2. Was kann ich tun?

Die Einleitung des Buches ist echt heftig und schwer verdaulich. Ich finde es aber wichtig, sich dieser Fakten bewusst zu sein, um die Tragweite des Problems zu begreifen. Die Plastik produzierenden Firmen schieben gerne die Verantwortung auf uns Konsumenten/innen ab, was einfach nicht fair ist. Klar habe wir Einfluss auf diese Firmen, wenn wir ihre Produkte nicht mehr kaufen. Aber was können wir dafür, dass diese Firmen so viele Artikel in Plastik verpacken, welche nicht mal recycelbar sind? Jahrelang haben wir nicht gewusst, dass unser gesammeltes Plastik teilweise ins Ausland verkauft und dort auf Müllhalden und im Meer landet!

Wichtig ist als erstes, dass die Politik endlich aufwacht und greifbare Gesetze gegen diese Plastikflut erlässt. Inzwischen haben 61 Staaten weltweit die Herstellung und den Import von Plastiktüten verboten. Das ist mal ein erster Schritt. Die EU hat inzwischen ein Gesetz erlassen, dass bestimmte Plastik- und Styroporverpackungen ab 2021 verbietet. Es handelt sich um Plastikbesteck, Plastikgeschirr, Plastiktrinkhalme und Plastikwattestäbchen. Nun müssen die EU Staaten dieses Verbot in ihren Ländern erst noch umsetzen, was nochmals Zeit braucht. Aber wir können nicht warten. Die Zivilgesellschaft muss sich engagieren, also wir. Es gibt unzählige Blogs, Facebook Gruppen, Instagram Accounts zum Thema Plastik, Zero Waste, Nachhaltigkeit und gesundes Leben. Da können Sie sich informieren und die zu Ihnen passenden Blogs und Accounts auch abonnieren. Sie können auch Petitionen unterschreiben und selbst Kampagnen starten. Aber zuerst stellt der Autor uns vor, wie wir Plastik im Bad, Schlafzimmer, Küche, Kinderzimmer, öffentlichen Raum und am Arbeitsplatz durch nachhaltige Produkte ersetzen können.

3. Plastik freies Badezimmer

Shampoo, Duschgel, Pflegespülung, Schaumbad und die vielen Crèmes sind alle in Plastiktuben, welche unsere Umwelt verschmutzen. Zudem sind die Inhaltsstoffe häufig problematisch, weil es Mikroplastik, Palmöl oder Mineralöl enthält. Viele Produkte wurden zudem an Tieren getestet, was ebenfalls schlimm ist. Es gibt inzwischen viele Plastik freie Alternativen ohne problematische Inhaltsstoffe und zudem tierversuchsfrei. Solche Produkte finden Sie in Unverpacktläden, Biogeschäften, teilweise in Supermärkten, bei Lush und bei nachhaltigen Onlineshops. Natürlich können Sie viele dieser Produkte auch selbst herstellen. Schauen Sie mal bei http://www.smarticular.net vorbei.

Als erstes sollten Sie ihre Vorräte aufbrauchen und sich bei jedem Artikel fragen, ob Sie nicht darauf verzichten können. Wenn nicht, suchen Sie sich bitte eine umweltfreundliche Alternative. Falls Sie Produkte mit Mikroplastik haben, müssen Sie selbst entscheiden, ob Sie diese noch aufbrauchen oder lieber der Firma zurückschicken wollen, welche solch umweltschädliche Produkte verkauft. Auf jeden Fall werden Sie in Zukunft Geld, Plastik und Müll sparen, wenn Sie einige der unten stehenden Punkte berücksichtigen werden.

Was können wir tun?

  • Festes Schampoo und feste Pflegespühlung für die Haare https://madameecolo.com/2018/09/27/seifen-fuer-koerper-und-haare/
  • Flüssiges Schampoo und Pflegespühlung in Glasflaschen zum Nachfüllen
  • Feste Seife, Körpercrème und und festes Deo
  • Zum Abschminken einfach Seife verwenden
  • Gesichtscrèmes in Glasflaschen zum Nachfüllen
  • Lippenbalsam in nachfüllbaren Döschen oder im Karton
  • Schminke in nachfüllbaren Holz- und Metalldosen
  • Zahnpasta solide, in Pulverform oder gepressten Tabletten zum Nachfüllen. Falls Sie damit nicht klar kommen, wählen Sie eine Biozahnpasta in einer Metalltube aus, welche rezykliert werden kann.
  • Rasieren mit einem Rasierhobel und Rasierseife eignet sich für Männer und Frauen. Ich habe dazu einen Blogartikel geschrieben https://madameecolo.com/2019/01/29/haarentfernung-zero-waste/
  • Hygieneartikel: waschbare Periodeslips, Menstasse, waschbare Binden und Tampons, siehe Blogpost https://madameecolo.com/2019/01/22/zero-waste-monatshygiene/
  • Waschbare Abschminkrondellen aus Biobaumwolle
  • Ohrenwattestäbchen ohne Plastik oder ein Ohrenreiniger aus Metall
  • 100 Prozent rezykliertes Toilettenpapier in Karton oder Papier. Falls in Plastik, schneiden Sie den Beutel auf und verwenden Sie ihn für den Abfalleimer.
  • Zahnbürsten aus recyceltem Plastik oder Holzzahnbürsten
  • Reinigungsbürsten fürs Klo aus Holz und Naturfasern

4. Plastikfreies Schlafzimmer

Die meisten Menschen sind sehr erstaunt darüber, dass unsere Kleider eines der grössten Plastikprobleme in den Meeren sind. Kleinste Plastikteile von Nylon oder Polyester Kleider lösen sich beim tragen oder waschen und gelangen via die Luft oder die Flüsse in die Meere. Mit dem Aufkommen der Fast Fashion hat sich auch die Produktion an billigen Kleidern aus Kunststoffen vervielfacht. Kleider werden billig gekauft, kurz getragen und ebenso schnell wieder weggeworfen. 60 Prozent unserer Garderobe besteht aus Kunstfasern. 2016 wurden 61 Millionen Tonnen Kleider aus syntetischen Stoffen hergestellt.

Gemäß einer Studie der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur, auch Weltnaturschutzunion genannt, ist Mikroplastik eines der grössten Plastikverschmutzer (15-31 Prozent). Die Verfasser der Studie haben ausgerechnet, dass jede Person im Schnitt jährlich 54 Plastiktüten an Mikroplastikabfall verursacht, welches ins Meer gelangt. Das heißt, dass ein Drittel der Plastikverschmutzung in den Meeren vom Waschen von syntetischen Kleidern entsteht. Diese kleinsten Plastikteilchen fließen durch die Filtersysteme unserer Kläranlagen und gelangen so in Flüsse und schlussendlich im Meer. Die Universität von Santa Barbara hat ausgerechnet, dass beim Waschen einer Fleecejacke circa 250’000 Mikroplastikteilchen freigesetzt werden! Für viele Meeresbewohner sehen diese äußerst kleinen Mikroplastikteilchen wie Nahrung aus, welche sie dann zu sich nehmen.

 Im Meer sind gerade diese kleinen Partikel ein großes Problem, da sie von den Meerestieren mit Nahrung, zum Beispiel Plankton verwechselt werden. So konnten in Muscheln, die Planktonfiltrierer sind, diese kleinen Plastikpartikel nachgewiesen werden. Mikroplastikpartikel gelangen problemlos in die Körper von Meerestieren und können durch deren Verzehr auch in den menschlichen Organismus aufgenommen werden. Welche Auswirkungen das haben kann, ist noch nicht erforscht. Doch eines ist sicher: Plastik enthält oft auch Giftstoffe wie Weichmacher und Flammschutzmittel, die den Meeresbewohnern schaden und durch die Nahrungskette auch den Menschen erreichen können.

Plastik enthält nicht nur selbst Giftstoffe, sondern wirkt beim Schwimmen durchs Meer wie ein Gift-Magnet: Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Anreicherung von Umweltgiften in Plastikpartikeln stattfinden kann. Fische, Garnelen und Krebse nehmen diese auf und lagern sie in ihren Körpern an.

Was können wir tun?

  • Weniger Kleider kaufen: Kleider sind so billig geworden, dass wir zu Spontanshoppern geworden sind, ohne uns zu fragen, was wir damit der Umwelt und den ArbeiterInnen antun. Indem Sie weniger Kleider kaufen, sparen Sie Geld und tun der Umwelt einen Gefallen.
  • Weniger neue Kleider kaufen: Gebrauchte Kleider in Second Hand Shops, bei Freunden oder im Internet zu kaufen ist eine gute Idee. Diese Kleider sind bereits produziert und werden so weiterhin verwendet. Dadurch unterstützen Sie nicht die Fast Fashion, sondern geben diesen Kleidern ein zweites Leben und sparen eine Menge Geld.
  • Weniger neue syntetische Kleider kaufen: Beim Kauf lieber Stücke aus Naturfasern wie Wolle, Baumwolle, Seide oder Viskose kaufen statt aus Kunstfasern. Es gibt auch Fair Fashion Marken, welche Sie bevorzugen können.
  • Lassen Sie von sich hören: Wenn Sie einkaufen und nur syntetische Kleider vorfinden, dann melden Sie Ihr Missfallen dem/r Filialleiter/in. Je mehr Kunden/innen meckern, desto mehr wird sich die Firma überlegen, ob sie ihre Strategie nicht doch ändern sollte.
  • Waschen Sie Ihre syntetischen Kleider nur, wenn sie wirklich dreckig sind. Auslüften hilft bei vielen Kleidern enorm, ohne dass man sie gleich waschen muss. Beim Waschen bitte nur bei niedriger Temperatur und bei voller Waschmaschine und möglichst wenig schleudern. Und das Wichtigste zuletzt: Kaufen Sie sich einen Guppyfriend, einen Waschbeutel, welcher die Mikrofasern auffängt, welche Sie dann in den Abfall werfen können. Seit ich dieses Buch gelesen habe, musste ich einfach einen Guppyfriend haben und nun wasche ich syntetische Kleider nur noch darin.
  • Waschmittel mit möglichst wenig Plastik kaufen, z.B. im Grosskarton oder zum wiederauffüllen im Unverpacktladen.
  • Bei der Matratze, Bettwäsche, Teppich, Decken, Lampen und Möbeln ebenfalls auf natürliche Produkte achten.

5. Plastikfreie Küche

Die Verpackungen von Nahrungsmitteln stellen 50 Prozent des Plastikverbrauchs eines Menschen dar. Wenn Supermarktketten zu diesem Problem kontaktiert werden antworten sie, dass ohne Plastikverpackungen die Nahrungsmittelverschwendung um 40 Prozent zunehmen würde, was einfach nicht stimmt. In Europa hat sich der Food Waste in 10 Jahren (2004 – 2014) verdoppelt, wobei die Zunahme an Plastikverpackungen um 25 Prozent gestiegen ist. Es sind oft Promotionen wie 2 für 1, welche die Kunden/innen dazu verleiten, Quantitäten zu kaufen, welche sie gar nicht brauchen.

Was können wir tun?

  • Zuhause die Einkaufsliste schreiben und nur kaufen, was drauf steht.
  • Immer Einkaufstüten mitnehmen, damit Sie keine Plastiktüten konsumieren.
  • Sprechen Sie mit den Geschäftsführern/innen Ihrer Läden, damit dieser Plastikblödsinn aufhört. Zum Beispiel Gemüse und Früchte ohne Plastik etc. Nützen Sie Social Media (Instagram, Twitter, Facebook etc.) und posten Sie die krassesten Beispiele mit der Nennung der Marke und des Geschäftes und den Hashtag #breakfreefromplastic. Wir Konsulenten/innen müssen unseren Einfluss endlich nutzen, damit sich die Dinge rasch ändern!
  • Kaufen Sie lokal und bei unabhängigen Geschäften ein: Quartierläden verkaufen sehr oft Gemüse und Früchte ohne Verpackungen. Diese können Sie einfach so in Ihre Tasche packen oder in mitgebrachte Tüten stecken. Ihr Brot, Fisch, Fleisch, Käse etc. können Sie in solchen Geschäften in mitgebrachte Tüten oder Behälter packen lassen. Das geht zum Teil auch in Supermärkten. Oder Sie buchen ein Gemüse- und Früchteabo und erhalten alle 2 Wochen Ihre Lieferung direkt ins Haus.
  • Unverpacktläden: Davon gibt es immer mehr, über 100 alleine in Deutschland. Dort können Sie alles unverpackt einkaufen und sehr viel Müll und Plastik vermeiden.
  • Märkte bieten frische Produkte ohne Verpackungen an.
  • Selber kochen ist eine der besten Alternativen, um Plastik und Verpackungen zu vermeiden. Kaufen Sie die Zutaten möglichst ohne Plastik ein und kochen Sie selbst. Kochen Sie grössere Quantitäten und frieren sie diese portionenweise ein. Somit sparen Sie Zeit und genießen gutes Essen.
  • Vermeiden Sie nicht recycelbares Plastik.
  • Vermeiden Sie Getränke in Plastikflaschen. Trinken Sie Wasser aus dem Wasserhahn und bestellen Sie Getränke in Mehrwegglasflaschen.
  • Kaffeekapseln: Vermeiden Sie solchen Kaffee. Wenn Sie bereits eine solche Kapsel Kaffeemaschine haben, recyceln Sie bitte die Kapseln (Nespresso Kapseln sind recylebar). Oder kaufen Sie Kapseln, welche kompostierbar sind.
  • Teebeutel: Die meisten Teebeutel enthalten Plastik und sollten nicht kompostiert werden. Sie gehören in den Restmüll. Am besten Sie kaufen den Tee wieder lose oder achten beim Teebeutelkauf darauf, dass diese kein Plastik enthalten.
  • Milch: Am besten in Glaspfandflaschen, falls Sie diese Möglichkeit haben.
  • Fast Food und Take-Away: Kaufen Sie diese Sachen einfach im mitgebrachten Gefässen. Das geht fast überall.
  • Putzmittel: Suchen Sie Putzmittel, welches Sie wieder auffüllen können. Putzen lässt sich gut mit Loofah Schwämmen, sodass Sie keine Plastikschwämme mehr kaufen müssen. Haushaltspapier lässt sich leicht durch alte Lappen ersetzen, welche sie nach Gebrauch waschen.

6. Plastikfreier öffentlicher Raum

OB Sie in der Stadt oder auf dem Land leben, herum liegender Abfall ist ein großes Problem. Heute werden jährlich 500 Milliarden Plastikflaschen verkauft. Was für ein Blödsinn!

Was können wir tun?

  • Kaufen Sie sich eine gute Edelstahl-, Glas- oder Aluminiumflasche, welche Sie immer aufgefüllt dabei haben. Damit sparen Sie viel Geld und verhindern den Gebrauch von Plastikflaschen.
  • Wenn Sie nicht auf gashaltige Getränke verzichten können, wäre vielleicht ein Sodastream oder der Kauf Ihres Lieblingsgetränkes in Glasmehrwegflaschen ein gangbarer Weg. Wenn Sie doch Plastikflaschen kaufen, dann recyceln Sie diese korrekt.
  • Kaffeebecher: Von den 2,5 Milliarden benützten Plastik Kaffeebechern jährlich in Großbritannien werden nur 0,25 Prozent recycelt! Anstatt täglich diese Plastikbecher zu benützen, um sie gleich wieder wegzuwerfen, benützen Sie lieber eine richtige Tasse oder einen wiederverwendbaren Edelstahlbecher, der locker 10 Jahre halten wird. Oder Sie trinken Ihren Kaffee zu Hause oder in einem Lokal in aller Ruhe.
  • Plastikbesteck in Plastik verpackt: Auch davon werden täglich Millionen verbraucht und sofort wieder weggeworfen. Nehmen Sie einfach von zuhause Gabel, Messer und Löffel mit und verhindern Sie so diesen wahnsinnigen Plastikverschleiss.
  • Plastiktüten: Diese Plastiktüten sollten bald der Vergangenheit angehören. Sie werden von Meeresschildkröten gegessen, welche sie für Quallen halten etc. Es gibt immer mehr Städte und Länder, welche Plastiktüten verboten haben.
  • Plastiktrinkhalme: Sie landen teilweise im Meer und vergiften Schildkröten und andere Tiere. Wenn Sie in einer Bar oder einem Restaurant sind, sagen Sie ganz klar, dass Sie keinen Plastiktrinkhalm wünschen.
  • Take Away Essen produziert viel Müll und Plastik. Um das zu vermeiden, nehmen Sie Ihr eigenes Essen von zuhause mit, Essen im Restaurant auf richtigem Geschirr oder lassen sich Ihr Essen in die mitgebrachte Dose packen.

7. Plastik freies Kinderzimmer

Es ist sicher ein großer Challenge, ein Kinderzimmer möglichst plastikfrei zu gestalten. Stellen Sie sich vor, dass alleine in den USA 27,4 Milliarden Windeln pro Jahr benützt werden, welche sich in circa 500 Jahren zersetzen und Unmengen an Zellulose und Energie für die Herstellung verbrauchen. Zum Glück gibt es heutzutage echt gute Alternativen an Stoffwindeln, welche viel besser funktionieren als die Stoffwindeln von damals.

Schnuller bestehen auch aus Plastik, wobei es auch solche aus natürlichem Kautschuk gibt. Schoppen gibt es mittlerweile aus Glas und natürlichem Kautschuk, sodass auf die Plastikversion verzichtet werden kann. Viele Spielzeuge sind aus Plastik hergestellt und es ist nicht immer einfach, solche Kurzzeitobjekte zu verhindern. Es gibt auch die Möglichkeit, gebrauchte Sachen zu kaufen oder eine nachhaltigere Version als Plastik zu finden.

8. Fazit

Das Buch bietet auch noch weitere Tipps, wobei ich mich auf die wichtigsten Bereiche konzentriert habe.

Es ist ein lesenswertes Buch, welches zuerst das Problem des Plastikkonsums beschreibt und dann praktische und konkrete Alternativen zu den meist verwendeten Alltagsgegenständen darlegt. Ich habe den einen oder anderen Tipp aufgenommen und mir zum Beispiel sofort einen Guppyfriend besorgt, damit ich die syntetischen Sachen mit gutem Gewissen in diesem Beutel waschen kann, ohne dass sich unser Mikroplastik in den Abwässern befindet.

Haben Sie das Buch oder ein anderes mit ähnlichem Inhalt gelesen? Bitte schreiben Sie mir Ihre Kommentare und Fragen zu diesem Thema ins entsprechende Feld. Ich freue mich auf einen regen Austausch mit Ihnen!

2 Gedanken zu „Wie vermeiden wir Plastik im Alltag?“

  1. Hallo Petra, Wie schoen, dass Du Kontakt haeltst! Auch wenn die Themen heftig sind. Glaubst Du, ich finde diese Einleitung von der Du sprichst, im Internet? Ich hoffe, alles ist bei Dir in Ordnung lieben Gruß und ein frohes neues und gesundes Jahr 2020 Anne

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    1. Hallo Anne,
      von welcher Einleitung sprichst du denn? Die Vorstellung des Buches findest du im Internet. Das Buch gibt es auch auf Französisch zu kaufen. Ich habe es auch auf F gelesen. Dir auch ein frohes Neues Jahr.
      LG, Petra.

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